Mach dein eigenes Sauerteigbrot in 4 Schritten

Free Download: gratis Anleitung "in 4 Schritten zu deinem Sauerteigbrot" 



Die Geschichte des Sauerteigs

Die meisten Backwaren, die wir uns heutzutage mal eben bei dem Bäcker um die Ecke kaufen, sind eigentlich noch etwas sehr Neues für unseren Körper. Ihnen werden jede Menge künstlicher Zusatzstoffe hinzugefügt, damit „der Bäcker“ sich die Zeit für eine traditionelle Teigherstellung sparen kann, die eigentlich mehrere Tage dauern würde.

Auch die Bäckerhefe wurde erstmals im Jahr 1846 im Großmaßstab zum Backen verwendet und ist damit auch noch ein recht ungewohntes Nahrungsmittel. Zuvor kannte man die Hefe höchstens aus der Bierherstellung. Vor dem 19. Jahrhundert wäre niemand auf die Idee gekommen, mit dem frisch gemahlenen Mehl direkt ein Brot zu backen. Damals war den Menschen bereits sehr gut bekannt, dass Pflanzen ihre eigenen Schutzstoffe sogenannte Lektine, gegen Fressfeinde produzieren, die auch für uns, den Fressfeind Mensch, nach Verzehr schädlich sind. 

Einer dieser Schutzstoffe ist das Gluten in Getreide, welches ein recht hartnäckiges Lektin ist. Auch Backen hilft hier nicht, um es zu zerstören, da es beständig gegenüber Hitze ist. Lediglich die Fermentation durch Milchsäurebakterien kann das Gluten in seine Einzelteile zerlegen und es für den Menschen unschädlicher machen. 

Man findet daher weltweit in sämtlichen Kulturen Fermentationstechniken verschiedener Getreide und auch Hülsenfrüchte. Die Wikinger fermentierten ihre Gerste, in Südamerika fermentierte man den Mais und in Afrika Hirsebreis, bevor man aus ihm Fladen backte. In Indien fermentiert man bis heute noch "Idli" eine Mixtur aus Reis und Bohnen.

Was passiert bei der Fermentation?

Durch die richtige Fermentation von lektinhaltigem Getreide können Bestandteile wie Gluten größtenteils zerlegt werden. Grundsätzlich funktionieren Fermentationsprozess immer gleich und sind verblüffend einfach durchzuführen. Alles, was du tun muss, ist die zu fermentierenden Lebensmittel (weitestgehend luftdicht) für einen längeren Zeitraum stehen zu lassen. Dabei siedeln sich Wildhefen und Milchsäurebakterien an, die den Teig (im Falle der Mehlfermentation) als Nahrungsquelle verwenden und vorverdauen.

Für Menschen, die besonders empfindlich auf die Lektine in Getreide reagieren, kann Fermentation daher eine geeignete Lösung sein, um Backwaren wieder verträglicher zu machen. Zumindest ein gelegentlicher Genuss von Brot und Brötchen ist somit häufig wieder möglich und kann den Betroffenen ein großes Stück Lebensqualität zurückgeben.



Du kennst Fermentationsprozess mit Sicherheit auch von anderen Lebensmitteln, wie Joghurt, eingelegten Gurken, Sauerkraut, Miso oder Tempeh. Das Grundprinzip dahinter ist immer ähnlich. Fermentierte Lebensmittel sind durch die Vorverdauung nicht nur bekömmlicher, sondern liefern auch eine extra Portion gesunder Milchsäurebakterien, über welche dein Mikrobiom ausgesprochen erfreut ist.

Bei Lykaia gehören selbst gemachte Fermente, wie Sauerkraut und Tempeh, zu unserem wöchentlichen Speiseplan. Auch an einem Sauerteig Brot haben wir uns nun mehrfach versucht und die letzte Ergebnisse sind hervorragend geworden.

Mach dein eigenes Brot in 4 einfachen Schritten

Weil es im Internet unzählige Videos und ganze Bücher dazu gibt, die es viel zu kompliziert darstellen, haben wir den Prozess auf die 4 wichtigsten Schritte eingestampft und eine Kurzanleitung für ein Sauerteigbrot erstellt. Du kannst dir deine Anleitung hier kostenlos herunterladen, ausdrucken, an den Kühlschrank hängen und direkt loslegen!

Mit dieser Vorgehensweise ist es uns nun schon mehrfach gelungen und wir hoffen, dass auch du dir damit den Genuss von einem frischen, selbst gebackenen Sauerteigbrot nach Hause holen kannst.

Viel Erfolg beim Backen wünscht dir dein Lykaia Team!

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Bitte beachten Sie, dass Kommentare vor der Veröffentlichung freigegeben werden müssen

x