5 Wirkungen von Chaga

5 Wirkungen von Chaga

Dein kleiner Chaga Guide – von der Ernte bis zum Chaga Elixier

Die Verwendung von Chaga geht zurück bis ins 12. Jahrhundert der russischen Volksmedizin (und vermutlich noch weiter). Er wird als Allround Heilmittel für fast alles eingesetzt. Wegen der in Chaga enthaltenen Betulinsäure, wird er aber vor allem als Heilmittel gegen Krebs und Magen-Darm-Probleme geschätzt. Die Heilkräfte und die Wirkung von Chaga sind so beeindruckend, dass wir ihm ein eigenes Produkt gewidmet haben.

Unser Chaga Elixier. Warum wir uns für ein Elixier entschieden haben, wo der Chaga herkommt und was seine Top 5 Wirkungen sind, erfährst du in diesem Artikel. Wir haben dir hier einen kleinen Chaga Guide erstellt und wenn du 5 bis 10 Minuten deiner Zeit investiert, bist du danach mit einem hervorragenden Chaga Grundlagen Wissen ausgestattet.

Was wir auf Messen als allererstes gefragt werden, wenn Besucher die kleinen dunklen Chaga Brocken auf unserem Tisch entdecken, ist folgende Frage:

Wo kommt der Chaga her?

Eine berechtigte Frage, denn Chaga sieht man nicht alltäglich. Der Chaga Pilz bevorzugt kühlere Klimazonen und wächst dort vor allem an Birken. Häufig findet man ihn in Skandinavien oder in Sibirien. Unser Lykaia Chaga kommt übrigens aus Wildsammlungen in Finnland.

Den Chaga zu züchten ist eher schwierig bis unmöglich. Wir hatten das Glück, dass wir sogar in unseren Wäldern in Nordrhein-Westfalen einen Chaga ernten konnten. Das war wirklich ein Glückstreffer, denn Chaga zu finden, ist nicht einfach. Da braucht es schon das Auge eines Kenners, da Chaga erstmal nicht anders aussieht als die typischen dunklen Verknöcherungen, die man häufig an den hellen Stämmen von Birken sieht. Man muss also schon den ein oder anderen Chaga gesehen haben, um ihn auf Anhieb von solchen Verknöcherungen unterscheiden zu können.

Spätestens bei der Ernte wird dann klar, ob es tatsächlich ein Chaga ist, denn ein echter Chaga Pilz schimmert in seinem Inneren gold-rot. Die Ernte ist allerdings nicht ganz so schnell gemacht. Eine kleine Axt ist in der Regel notwendig, um den Chaga von der Birke zu trennen. Hier siehst du ein Video von unserer Chaga Ernte in den Wäldern Nähe Leiberg:

 

Wie verarbeitet man frisch geernteten Chaga?

Gehen wir mal davon aus, du hast auch so ein schönes Exemplar an einer heimischen Birke gefunden und hast es stolz mit nach Hause genommen. Was du nun als erstes machen solltest, ist den Chaga in kleinere Brocken zerteilen und ihn auf einem Rost für ein paar Tage zum Trocknen auszubreiten. Danach hast du folgende Möglichkeiten:

  1. Du kannst die Chaga Bocken auskochen und als eine Art Tee trinken.
  2. Du kannst die Brocken zu einer „doppelt extrahierten“ Tinktur verarbeiten (heißt zum einen in Wasser auskochen und zum anderen auch für ein paar Tage in Alkohol ziehen lassen, damit alle Wirkstoffe freigesetzt werden).
  3. Du kannst deine doppelt extrahierte Tinktur aus Schritt 2 nochmals trocknen. Dann erhältst du ein sehr feines Chaga Pulver Extrakt, was du bei Bedarf wieder mit heißem Wasser aufgießen kannst, denn durch Schritt 2 sind alle Wirkstoffe extrahiert und gelöst. Das ist quasi genau das, was wir bei uns im Shop „Chaga Elixier“ nennen.

 

Chaga Wirkstoffe

Gut, sagen wir du hast dich für eine der Möglichkeiten entscheiden. Wofür solltest du Chaga nun zu dir nehmen?

Chaga hat viele Wirkungen und ist neben Reishi einer der am besten untersuchten Heilpilze, zu dem am meisten Studien existieren. Damit das hier aber noch ein kleiner Chaga Guide bleibt und nicht den Rahmen sprengt haben wir es auf die Top 5 Wirkungen und Anwendung beschränkt, die bezüglich Chaga am besten untersucht sind.


1. Chaga als Ersatz für Kaffee

Wegen seiner belebenden Wirkung und seiner hervorragenden Löslichkeit in heißem Wasser trinkt man Chaga in Finnland auch gerne als Ersatz für Kaffee. Während des 2. Weltkrieges hatte man in Finnland auch nicht wirklich eine andere Wahl, denn Kaffee war zu dieser Zeit dort Mangelware. Chaga, der sowieso schon als Allheilmittel und auch für medizinische Zwecke eingesetzt wurde ist seitdem auch ein beliebter und akzeptierter Kaffee Ersatz.


Aber warum macht Chaga wach, wenn er doch koffeinfrei ist?


Eine Tasse mit doppelt extrahiertem Chaga hat etwa 53 Mal so viele Antioxidantien wie eine Hand voll Heidelbeeren. Und selbst die Heidelbeeren haben nicht gerade wenig Antioxidantien im Vergleich zu anderen Nahrungsmitteln. Chaga ist damit aber sogar eines der Antioxidantien reichsten Nahrungsmittel der Welt. Hier mal im Vergleich zu anderen bekannten Antioxidantien Lieferanten:

Chaga Antioxidantien Gehalt

Warum sind Antioxidantien so wertvoll?

Sie helfen uns mit alltäglichem Stress und negativen Umwelteinflüssen besser zurecht zu kommen, indem sie an freie Radikale in unserem Körper binden und diese unschädlich machen. Das könnt ihr im Detail nochmal hier nachlesen. Zusätzlich haben sie eine belebende und wach machende Wirkung. Die ist nicht unbedingt vergleichbar mit Koffein, fühlt sich dafür aber sanfter und längerfristig an. So würden wir es zumindest aus eigenen als auch aus Kundenerfahrungen beschreiben.

2. Chaga und Darm

Inzwischen gibt es einige gute Studien, die darauf hinweisen, das Chaga antiviral und antientzündlich im gesamten Magendarmtrakt wirkt. Insbesondere die in Chaga enthaltene Betulinsäure („Betula“ von Birke) wirkt entzündungshemmend im Darm. Betulinsäure wird nur von wild wachsendem Chaga aufgenommen der sich über mehrere Jahre hinweg an Birken entwickelt.

Zusätzlich fördert Chaga die Vermehrung und Ansiedlung der nützlichen Darmbakterien und stellt somit ein Gleichgewicht im Mikrobiom her. Als Heilmittel hat Chaga daher seinen spezifischen Einsatz auch bei Magen-Darmerkrankungen und wird seit Jahrhunderten (wahrscheinlich sogar Jahrtausenden) sogar präventiv sowie akut bei Magen- und Darmkrebs eingesetzt.

3. Chaga und Haut

Hast du dich spätestens beim Anschauen unseres Ernte Videos gefragt, warum Chaga so schwarz ist? Die schwarze Farbe ist auf das im Chaga enthaltene Melanin zurückzuführen. Melanin ist unter anderem auch für die Pigmentierung der Haut verantwortlich, je mehr Melanin in der Haut gespeichert ist, desto dunkler erscheint sie für uns. Melanin hat aber nicht nur optische Eigenschaften, sondern auch hautschützende. Dunklere Haut (= mehr Melanin) ist daher besser gegen Sonneneinstrahlung geschützt als hellere.

Es gibt daher auch viele Kosmetikprodukte, die Chaga enthalten, aber auch über den Magen-Darmtrakt kann das Melanin teilweise absorbiert werden und dient dem Körper bei Bedarf als wichtiger Schutz gegen freie Radikale und als Baustein für gesunde Haut und auch gesundes Haar. Nicht umsonst wird Chaga in Russland mit „schöner Haut“ und „kräftigem Haar“ in Verbindung gebracht.

4. Chaga bei Autoimmunerkrankungen

Da Chaga allgemein entzündungshemmend wirkt, kann er auch therapeutisch bei Autoimmunerkrankungen eingesetzt werden, insbesondere solche, die durch ein Ungleichgewicht oder eine Störung der Darmflora entstehen. Die Polysaccharide im Chaga können das Gleichgewicht zwischen den sogenannten T-Lymphozyten (Gruppe von weißen Blutzellen) wieder herstellen und somit zu einer entzündungshemmenden Wirkung beitragen.

5. Chaga und Histamin

Chaga hat eine nachgewiesene histaminhemmende Wirkung. Das ist überwiegend auf seine positive Wirkung im Magen- und Darmtrakt (siehe Punkt 2) und die Betulinsäure zurückzuführen. Zusätzlich scheint das in Chaga enthaltene Inotodiol, die Produktion der sogenannten Mastzellen zu unterdrücken, die bei Kontakt mit einem Allergen Histamin ausschütten. Eine Histamin Reaktion wird dadurch gehemmt oder fällt schwächer aus.

Das war eine ganze Menge an Wirkungen und trotzdem wären wir hier noch nicht am Ende mit dem, was Chaga alles kann. Aber wir belassen es erstmal hierbei und fassen noch einmal zusammen:


Chaga wirkt vor allem:


- belebend und stärkend (durch Antioxidantien)

- entzündungshemmend und antiviral (Betulinsäure)

- unterstützend für Immunsystem und Darm (Polysaccharide)

 

Chaga Extrakt

 

Wie solltest du Chaga einnehmen, um von den ganzen Wirkungen zu profitieren?


Dazu gibt es keine allgemeingültige Antwort. Aber wie mit fast allen funktionellen Pilzen bzw. den Heilpilzen sind wir ein Fan davon, sie langfristig aber dafür in kleineren Dosen mit in den Alltag zu integrieren. Studien zu Chaga und Histamin wurden zum Beispiel mit Teilnehmern gemacht, die jeden Tag eine Tasse Chaga tranken. Nach etwas 6 bis 8 Monaten konnte diese Teilnehmer wieder fast jedes histaminhaltige Nahrungsmittel zu sich nehmen.

Andere Studien wurden wiederum mit Teilnehmern geführt, die Chaga Pulver in Kapselform zu sich nahmen, auch das scheint eine Wirkung gehabt zu haben. Wie du es letztendlich machst, bleibt dir überlassen. Unsere Empfehlung ist jedoch darauf zu achten, ein doppelt extrahiertes Chaga Produkt bzw. ein Extrakt aus dem ganzen „Fruchtkörper“ zu wählen, damit du sicherstellst, dass möglichst viele Wirkstoffe enthalten sind.


Und zum Schluss noch:


Hat Chaga Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit Nahrungsergänzungsmitteln?

Konkrete Wechselwirkungen mit bestimmten NEMs sind uns nicht bekannt, bzw. sollten sehr spezifisch für den jeweiligen Fall der Einnahme recherchiert werden. Allgemein haben alle Heilpilze einen adaptogenen, d.h. ausgleichenden Effekt. Chaga ist ein sehr potentes und nährstoffreiches Heilmittel der Natur.

Wie mit allem, ist unsere Empfehlung auch hier, mit kleinen Mengen zu beginnen, wenn ein neues Nahrungsmittel wie Chaga eingeführt wird und generell Maß zu halten mit der täglichen Dosis. Auf den meisten Produkten sind Dosis- und Mengenangaben zu finden. Es ist immer klug, sich erstmal daran zu orientieren, denn in der Regel hat sich der Hersteller über diese Angaben Gedanken gemacht.

Für Schwangere oder Stillende empfehlen wir Chaga nicht zu konsumieren, wenn es nicht vorher schon Erfahrungen damit gab. Die hohen Mengen an Antioxidantien sowie die in Chaga enthaltene Oxalsäure sind womöglich zu stimulierend für den Körper.

Überzeug dich gerne selbst von unserem Chaga Elixier.


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Lass uns gerne einen Kommentar da oder stell uns deine Fragen. Wir freuen uns über Feedback von dir!

 

Quellen:

1. Antioxidantien:

https://iubmb.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1002/biof.552210120
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/15630179/

2. Antiviral, Antientzündlich:


https://www.mdpi.com/2072-6643/12/9/2573
https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-319-12847-4_11


3. Darmgesundheit:


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5618583/

 

4. Therapie bei Autoimmunerkrankungen


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3774877/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1160565/

 

5. Histaminhemmende Wirkung


https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6706056/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/29175507/