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Wie Lion's Mane dir beim Lernen hilft

Lion's Mane oder der "Löwenmähnen" Pilz ( lat. Hericium Erinaceus, auch Igelstachelbart oder Affenkopfpilz genannt) wächst auf Totholz und hat tatsächlich optische Ähnlichkeit mit der Mähne eines Löwen. Nicht nur seine Optik ist unverwechselbar auch die medizinische Wirkung von Lion's Mane ist absolut einzigartig und in keinem anderen Heilpilz in dieser Form zu finden, denn: Lion's Mane hat die Fähigkeit, Nervenzellen in deinem Körper zu reparieren!

 

Warum ist das wichtig?

Nervenzellen - kennst du vielleicht auch unter dem Wort Neuronen - sind kleine erregbare Zellen, die mit Hilfe von elektrischen und chemischen Signalen Informationen aufnehmen und weiterleiten. Sie sind damit die grundlegenden Elemente unseres Nervensystems und befähigen uns zu jeglicher Form von motorischen und kognitiven Fähigkeiten. Also kurz gesagt, ohne funktionierende Neuronen kannst du dich weder bewegen noch denken.

Die Vorstufe von “nicht mehr denken können” kennen wir. Sie zeigt sich bspw. in Erkrankungen wie Parkinson, Alzheimer, und Demenz. Die Ursache dieser Krankheiten ist IMMER auf eine Schädigung und eine mangelnde Regeneration der Neuronen bzw. deren Ummantelung, die Myelinschicht, zurückzuführen.

Die wichtige Myelinschicht

Myelin umhüllt die Nervenbahnen wie eine Schutzschicht und sorgt, vereinfacht gesagt, für einen optimalen Signalweg. Der Umfang der Myelinisierung unserer Neuronen ist ein einzigartiger Aspekt, in dem sich das menschliche Gehirn von dem anderer Spezies unterscheidet. Sie ist für die hohen Verarbeitungsgeschwindigkeiten verantwortlich, die unseren höheren kognitiven Funktionen zugrunde liegen, uns also sozusagen erst zum Menschen machen! [1-5]

Ohne diese Schicht arbeiten unsere Nerven also sehr viel langsamer. 

Das zeigt sich auch an den Symptomen von Multipler Sklerose, denn bei dieser Krankheit wird die Myelinschicht der Nerven aktiv zerstört. Dazu gehören unter anderem Gang- oder Gleichgewichtsstörungen, Seh- & Sprechstörungen oder Lähmungserscheinungen.

Und was hat das jetzt mit diesem Pilz zu tun?

Lion's Mane ist tatsächlich dafür bekannt die Auswirkungen dieser Krankheiten abzumildern und allgemein (d.h. auch in gesunden Menschen) die kognitiven Fähigkeiten wie Lernen und unser Gedächtnis verbessern zu können. (Kawagishi et al. 2008, Mori et al. 2009). Untersuchungen von Fujiwara et al. (2006) lassen außerdem den Schluss zu, dass die kontinuierliche Einnahme vor den Folgeschäden einer Minderdurchblutung schützt und möglicherweise einem Schlaganfall vorbeugt. 

Wie macht der Pilz das?

Unser Körper enthält Proteine, die für das Nervenwachstum verantwortlich sind, sogenannte NGFs (aus dem engl. nerve growth factors). NGFs schützen unsere vorhandenen Neuronen, z.B. durch den Aufbau der Myelinschicht. Gleichzeitig regen sie aber auch das Wachstum neuer Neuronen und deren Plastizität an, was quasi der Definition von Lernen entspricht.

Wenn unser Gehirn also genügend NGFs produziert läuft bei uns alles ordnungsgemäß ab. Ein Problem ergibt sich erst dann, wenn diese nicht mehr zur Genüge produziert werden. Dann bleiben in unserem Gehirn ein paar Neuronen unumsorgt, wie in einem Kindergarten der ständig zu wenig Erzieher hat. Das passiert eben besonders häufig bei älteren Menschen, wenn die Funktionen des Körpers ganzheitlich etwas nachlassen. Daher schleichen sich Erkrankungen wie Alzheimer besonders bei älteren Menschen ein. 

Alzheimer Info Karte

Hier trägt zum großen Teil der Verlust der Myelinschicht bei, welcher die Bildung sogenannter Amyloid-Beta-Plaques fördert. Amyloid-Beta ist ein im Körper natürlich vorkommendes Protein, welches normalerweise vollständig abgebaut wird. Wenn dieser Prozess gestört wird (bspw. durch Schlafmangel oder Gendefekte) verklumpen die Proteine und lagern sich als Plaque an den schutzlosen Nervenzellen ab. (Gupta, A., Goyal, R (2016))  Wenn eine Myelinschicht also einfach gesagt die Nervenkommunikation fördert, macht eine Amyloid-Beta Schicht das Gegenteil und lässt Nerven sogar absterben.  

 

Durch die unaussprechliche Substanz Dilinoleoyl-phosphatidyl-ehtanolamin schützt der Pilz erstaunlicherweise unabhängig von der Myelinschicht die Nervenzellen vor dem Absterben durch Ansammlungen dieser Plaques und anderer Stressoren. (Nagai et al. 2006, Kawagishi et al. 2008)

Lion's Mane stimuliert zudem die Synthese von NGFs im Gehirn und diese wiederum regeln auch den Aufbau der wichtigen Myelinschicht (Kolotushkina et al. 2003). Schon die tägliche Einnahme weniger Gramm des getrockneten Pilzes kann eine Erhöhung des NGF erzielen (Spelmann et al. 2017).

Sein lateinischer Namen Hericium Erinaceus verrät wie: Die speziellen Inhaltsstoffe Hericenone und Erinacine sind genau die molekularen Komponenten, welche die Synthese von Neuronen nachweislich fördern (Kawagishi et al. 2008, Fujiwara et al. 2006). Und zwar so nachweislich, dass sogar Supplements als "Brain Booster" verkauft werden, die nichts anderes beinhalten als "isolierte Hericenone und Erinacene" aus dem Fruchtkörper des Lion's Mane.

 

Von diesen ganzen isolierten Sachen sind wir eigentlich kein großer Freund, weil wir der Meinung sind, dass hierdurch häufig synergetische Wirkung mit anderen Inhaltsstoffen aus den Vitalpilzen verloren gehen. Im Falle des Lion's Mane scheinen die Hericenone aber eine so gravierende Wirkung zu haben, dass sie sich auch als isolierte Komponenten in Supplements durchsetzen. Das ist ziemlich erstaunlich. Lion's Mane hilft damit nicht nur Menschen, die an neurologischen Störungen leiden, sondern kann durch die Stimulation der NGF auch den kognitiven Abbau vorbeugen und sogar rückgängig machen (Kawagishi et al. 1994, Lee et al. 2000).

Diese teilweise im Tierversuch oder im Reagenzglas gewonnenen Erkenntnisse wurden im Rahmen einer kleinen placebokontrollierten Doppelblindstudie mit 30 Teilnehmern, die unter leichten kognitiven Beeinträchtigungen litten, bestätigt (Mori et al. 2009). Die Hälfte der Teilnehmer erhielt 16 Wochen lang Pilzpulverkapseln. Sie zeigte im Vergleich zur Placebogruppe signifikant verbesserte geistige Fähigkeiten, die mit zunehmender Einnahmedauer anstiegen.

Es wird noch besser: Im Gegensatz zu den meisten Medikamenten, die von der Pharmaindustrie für die kognitive Funktion verschrieben werden, gibt es beim Lion's Mane keine bekannten Nebenwirkungen. Er kann jeden Tag eingenommen werden, ohne dass ein Risiko nachteiliger Folgen besteht.

Lion's Mane kann noch viel mehr

Abgesehen von der erstaunlichen Wirkung auf das Gehirn kann der Pilz noch viel mehr. In der traditionellen chinesischen Medizin wird er bei allen Arten von nervösen und entzündlichen Magen- und Darmbeschwerden eingesetzt. Hier wurden auch gute Erfahrungen bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis Ulcerosa und Morbus Crohn gemacht. Der Pilz fördert die Regeneration der geschädigten Schleimhäute und reguliert die Säureproduktion.

In China wird traditionell empfohlen zur allgemeinen Stärkung und Bekämpfung von Altersschwäche die getrockneten Fruchtkörper mit Hühnersuppe zu kochen.

 

Die Wissenschaft verrät warum:

Wie bei den meisten anderen medizinischen Pilzen wirkt auch der Lion's Mane durch seine Polysaccharide und Polypeptide - die bei uns durch spezielle Extraktionsbedingungen erhalten werden – vor allem bei Immunschwäche stärkend auf das Immunsystem (Mizuno et al. 1992,1993).

Es gibt auch Hinweise darauf, dass darüber hinaus die Hericenone und Erinacine die Produktion von Abwehrzellen und damit die Immunabwehr anregen.

Besonders die Erinacine scheinen außerdem im Darm das Wachstum der Bakterien Heliobacter Pylori und pathogenen Hefen wie Candida albicans zu hemmen (Kawagishi 2005, Kim et al. 2000). Diese Mikroben sind an einer Vielzahl von Erkrankungen beteiligt, u.a. der Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs.


Lion’s Mane im Alltag

Solltest du Lion’s Mane probieren, auch wenn du denkst du bist ziemlich klar Kopf? - Auf jeden Fall. Es müssen ja nicht immer erst geistige und körperliche Ausfälle vorliegen, um Handlung zu ergreifen. Lion's Mane hilft auch in gesunden Menschen als Prävention, schützt vor negativen Folgen von Stress und unterstützt viele Formen von kognitiver Leistung wie z.B. Informationsspeicherung, also kurz gesagt Lernen.

Natürlich kann man Lion’s Mane in Deutschland nicht einfach im Supermarkt kaufen. Das hat uns genervt und deshalb haben wir Alternativen gesucht:

Auf dem Bild siehst du unsere erste erfolgreiche Lion's Mane Zucht aus einem Substratbeutel. Den Pilz haben wir zu Hause gezüchtet. Im eigenen Badezimmer. Besucher waren natürlich jedes Mal begeistert, wenn sie von den korallenartigen Gebilden auf dem Badewannenrand überrascht wurden.

Die selbst gezüchteten Fruchtkörper haben wir doppelt extrahiert. Das ist auf mehrere Vitalpilze anwendbar und holt den größten Anteil an wirksamen Inhaltstoffen heraus. Im Gegensatz zu korkartigen Baumpilzen wie Chaga und Reishi macht sich der Lion's Mane aber auch hervorragend in der Pfanne. Für uns ist er sogar einer unserer Lieblingsspeisepilze, weil sein Geschmack und seine Textur an zartes Hähnchenfleisch erinnern.

Bei Lykaia haben wir einen "Waldkaffee" entwickelt, der u.a. Lion's Mane Extrakt enthält. Das Extrakt entspricht in diesem Falle der Doppelextraktion in ihrer sprühgetrockneten Form- natürlich nicht im eigenen Badezimmer gezüchtet sondern von einer zertifizierten und ökologischen Pilzzuchtfarm. Unser Anspruch war ein Kaffeepulver zu erzeugen, welches alle wertvollen Wirkstoffe aus den Pilzextrakten beinhaltet. Dabei hat es uns in die Karten gespielt, dass die deutsche Wissenschaftlerin Susanne Ehlers in ihrer Doktorarbeit zeigen konnte, dass der Wirkstoffgehalt von Extrakten aus getrockneten Pilzen und solchen aus Flüssigmyzelkulturen nahezu identisch ist ( Ehlers 1999 ).

Wenn du bis hier hin gelesen hast, vielen Dank! Hinterlass uns doch einen Kommentar, ob dir der Artikel zu lang oder komplex war oder ob er deine Neugier befriedigt hat. So können wir unseren Content darauf optimieren und dir den besten Mehrwert zu liefern!

 

Quellen:

1. Semendeferi K, Lu A, Schenker N, Damasio H. Humans and great apes share a large frontal cortex. Nat Neurosci. 2002;5:272–6. [PubMed] [Google Scholar]

2. Schoenemann PT, Sheehan MJ, Glotzer LD. Prefrontal white matter volume is disproportionately larger in humans than in other primates. Nat Neurosci. 2005;8:242–52. [PubMed] [Google Scholar]

3. Bartzokis G. Age-related myelin breakdown: a developmental model of cognitive decline and Alzheimer’s disease. Neurobiol Aging. 2004;25:5–18. [PubMed] [Google Scholar]

4. Bartzokis G. Quadratic trajectories of brain myelin content: unifying construct for neuropsychiatric disorders. Neurobiol Aging. 2004;25:49–62. [Google Scholar]

5. Bartzokis G. Brain myelination in prevalent neuropsychiatric developmental disorders: Primary and comorbid addiction. Adolescent Psychiatry. 2005;29:55–96. [PMC free article] [PubMed] [Google Scholar]

6. Kawagishi, Hirokazu & Zhuang, C.. (2008). Compounds for dementia from Hericium erinaceum. Drugs of The Future - DRUG FUTURE. 33. 10.1358/dof.2008.033.02.1173290. https://www.researchgate.net/publication/247829010_Compounds_for_dementia_from_Hericium_erinaceum

7. Mori, K., Inatomi, S., Ouchi, K., Azumi, Y. and Tuchida, T. (2009), Improving effects of the mushroom Yamabushitake (Hericium erinaceus) on mild cognitive impairment: a double-blind placebo-controlled clinical trial. Phytother. Res., 23: 367-372. https://doi.org/10.1002/ptr.2634 https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18844328/
 
8. Nagai K, Chiba A, Nishino T, Kubota T, Kawagishi H. Dilinoleoyl-phosphatidylethanolamine from Hericium erinaceum protects against ER stress-dependent Neuro2a cell death via protein kinase C pathway. J Nutr Biochem. 2006 Aug;17(8):525-30. doi: 10.1016/j.jnutbio.2005.09.007. Epub 2005 Oct 27. PMID: 16426828. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16426828/
 
9. Kolotushkina EV, Moldavan MG, Voronin KY, Skibo GG. The influence of Hericium erinaceus extract on myelination process in vitro. Fiziol Zh. 2003;49(1):38-45. PMID: 12675022. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/12675022/
 
10. Hazekawa, Mai & Kataoka, Aiko & Hayakawa, Kazuhide & Uchimasu, Takeshi & Furuta, Riyo & Irie, Keiichi & Akitake, Yoshiharu & Yoshida, Miyako & Fujioka, Toshihiro & Egashira, Nobuaki & Oishi, Ryozo & Mishima, Kenji & Mishima, Kenichi & Uchida, Takahiro & Iwasaki, Katunori & Fujiwara, Michihiro. (2010). Neuroprotective Effect of Repeated Treatment with Hericium erinaceum in Mice Subjected to Middle Cerebral Artery Occlusion. Journal of Health Science. 56. 296-303. 10.1248/jhs.56.296. https://www.jstage.jst.go.jp/article/jhs/56/3/56_3_296/_pdf
 

11. Kawagishi, Hirokazu et al. “Erinacines A, B, and C, strong stimulators of nerve growth factor (NGF)-synthesis, from the mycelia of Hericium erinaceum.” Tetrahedron Letters 35 (1994): 1569-1572. https://www.semanticscholar.org/paper/Erinacines-A,-B,-and-C,-strong-stimulators-of-nerve-Kawagishi-Shimada/e13f2657e2a532716382b085b5b4a901ce071a18
 
12. Spelman, Kevin & Sutherland, Elizabeth. (2017). Neurological Activity of Lion’s Mane ( Hericium erinaceus ). Journal of Restorative Medicine. 6. 19-26. 10.14200/jrm.2017.6.0108.
https://www.researchgate.net/publication/321969743_Neurological_Activity_of_Lion%27s_Mane_Hericium_erinaceus

13. Lee EW, Shizuki K, Hosokawa S, Suzuki M, Suganuma H, Inakuma T, Li J, Ohnishi-Kameyama M, Nagata T, Furukawa S, Kawagish H. Two novel diterpenoids, erinacines H and I from the mycelia of Hericium erinaceum. Biosci Biotechnol Biochem. 2000 Nov;64(11):2402-5. doi: 10.1271/bbb.64.2402. PMID: 11193408.
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/11193408/

14. Mizuno T, Wasa T, Ito H, Suzuki C, Ukai N. Antitumor-active polysaccharides isolated from the fruiting body of Hericium erinaceum, an edible and medicinal mushroom called yamabushitake or houtou. Biosci Biotechnol Biochem. 1992 Feb;56(2):347-8. doi: 10.1271/bbb.56.347. PMID: 1368310. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1368310/

15. Susanne Ehlers: Untersuchungen zum Anbau und zur pharmakologischen Wirkung des Speisepilzes Hericium erinaceus . Dissertation. Technische Universität München. 1999.

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